bereits heute hat es viele Streiks und Demos in verschiedenen Städte ja auch bei der Lufthansa  gegeben. In der Presseerklärung von Verdi Rhein-Neckar heißt heißt es für Morgen;

Ab 7:30 Uhr werden 3 Demonstrationszüge durch Mannheim zum Paradeplatz ziehen. Ab 8:30 Uhr ist eine zentrale Kundgebung auf dem Paradeplatz in Mannheim geplant. Hauptredner wird der ver.di Vorsitzende Frank Bsirske sein.

Der folgende Leserbrief der Montagsdemo Heidelberg wurde heute in der Rhein-Neckar-Zeitung (RZN) veröffentlicht.Dort heißt es am Schluß: „Solidarität und bleibt bei der vollen Duchsetzung des Sockels. Das hilft uns allen, außer dem einen Prozent“

Matz Müllerschönvor 6 Stunden

Es geht um den sozialen Sockelbetrag von 200 Euro für alle den Verdi fordert. Obwohl das billiger wäre, will die „Öffentliche Hand“ lieber Prozente für die hohen Beamten. Das Brot und die Wohnungen sind aber für alle teurer geworden. Das Prinzip: Die die haben bekommen noch mehr und die wenig haben bekommen (fast) nichts, sehen wir auch bei der beschlossenen Erhöhung der neuen alten Groko beim geplanten Kindergeld das 2019 um 15 Euro erhöht werden soll. Die einen die viel haben sparen viel Steuern, viele bekommen gerade mal den Inflationsausgleich und die 4,2 Millionen Hartz-IV-Empfänger bekommen nichts (wird wieder abgezogen). Das passt so richtig in die momentane Diskussion um Hartz IV. Deshalb praktische Solidarität mit den Streikenden und selbst aus der Opferrolle heraus. Am Besten jeden Montag 18 Uhr auf den Bismarckplatz zur Heidelberger Montagsdemo. Die nicht nur gegen Hartz IV (seit 2004 über 600 Mal) seine Stimme erhebt. Sie baut ganz praktisch mit offenem Mikrofon, Infotisch, Liedern mit kritischen Texten und Diskussionen den Widerstand gegen das „Große Geld“ dem die Regierung oft genug folgt, auf. Solidarität und bleibt bei der vollen Durchsetzung des Sockels. Das hilft uns allen, außer dem einen Prozent.
Montagsdemo Heidelberg, i.A. Matz Müllerschön einer der Moderatoren.

Christoph Rothfußvor einem Tag

Der Streik am Mittwoch betrifft RNV-Verkehre in Heidelberg, Mannheim und Ludwigshafen, sowie die OEG. Die S-Bahn ist nicht betroffen. Schon gar nicht zwischen Sinsheim und Eppingen. Die RNZ sollte deshalb irrtümliche Kommentare nicht highlighten, um nicht noch weitere potenzielle Nutzer in die Irre zu führen.

https://www.rnz.de/nachrichten/metropolregion_artikel,-das-sagen-die-rnz-facebook-user-zum-streik-bei-der-rnv-solidaritaet-sarkasmus-und-fruehsport-_arid,350545.html

Das sagen die RNZ-Facebook-User zum Streik bei der RNV

Solidarität, Sarkasmus und Frühsport

Meldung schlug auf Facebook hohe Wellen – Nutzer nahmen Nachricht unterschiedlich auf

Rhein-Neckar. (mare) Die Gewerkschaft Verdi hat im Tarifstreit für den öffentlichen Dienst nun auch die Mitarbeiter der Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (RNV) zum Streik aufgerufen. Und das heißt: Am Mittwoch, 11. April, bleiben Bus und Bahn in der Garage stehen, es wird keinen ÖPNV des Unternehmens und seiner Subunternehmen geben.

Was Sie über den Streik wissen müssen, lesen Sie hier.

Davon sind im gesamten Rhein-Neckar-Gebiet etliche Menschen betroffen. Und so schlug der Streik auch auf der Facebook-Seite der RNZ hohe Wellen. Wobei die User die Nachricht unterschiedlich aufnahmen. „Streik ist Arbeitnehmerrecht. Da gibt es nichts zu meckern“, schrieb ein Besucher und zeigte sich solidarisch mit den Arbeitnehmern. „Solidarische grüße an die Streikenden“, richtete ein weiterer User aus – und fügte ein rotes Herzchen hinzu.

Das blieb nicht unbeantwortet: „…man muss auch Rücksicht nehmen auf diejenigen, die kein Auto haben und die sich kein Taxi leisten können“, schrieb eine Nutzerin. „Dass einzelne Bahnen und Busse ausfallen ist ja okay, aber es ist unmöglich, dass überhaupt nichts fährt.“

Andere Facebook-User nahmen es mit Humor. „Dann gibts am Mittwoch Früh- und Feierabendsport“, schrieb eine Besucherin. „Schulfrei“, „Sollen sie machen, ich hab frei“, hieß es von anderen – verziert mit lachenden Smileys. Und ein anderer User schrieb: „Rad fertig machen und los. Nicht jammern, es könnte auch – 10 Grad sein.“

Weitere Kommentare gingen in Richtung Erleichterung, nicht auf Bus und Bahn angewiesen zu sein: „Bin froh, dass diese Zeit vorbei ist, wo ich darauf angewiesen war. Wusste als nicht, wie ich das meinem Arbeitgeber erklären soll.“

Aber natürlich sorgte die Streik-Meldung auch für Grollen. „Wer bezahlt mir die Benzinkosten, dass ich meinen Sohn von Sinsheim nach Eppingen zur Schule bringe?“, fragte eine Nutzerin. „4 Fahrten insgesamt muss, ja auch abholen. Ca. 68 km insgesamt. Und das nur für einen Tag Streik.“ Und sie wagte eine Prognose: „Denke mal Tankstellen werden an diesem Tag auch Benzinpreise erhöhen im RNV-Gebiet.“ Eine weitere Nutzerin schrieb: „Herrlich, die Armen, die drauf angewiesen sind. Daran denkt niemand.“

Sarkasmus war also auch ein beliebtes Mittel: „Super, dann darf ich morgens um 5 erstmal 45 Minuten zur Arbeit laufen.  Danke!“, schrieb eine Nutzerin. „Na das ist ja mal wieder ganz wunderbar!“, hieß es an anderer Stelle.

Und schließlich hatte eine Userin noch einen weitergehenden Gedanken: „Na da wollen wir mal hoffen, dass es bei Mittwoch bleibt. Ab Freitag fangen die Abitur-Prüfungen an!“